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Chancen für die unterirdischen Fledermausquartiere in Mayen und Niedermendig Abbau der Systeme Ein weiterer Abbau der noch bestehenden (Rest-)Untertagesysteme ist nicht ausgleichbar. Die vielfach vorgeschlagene Lösung, die Fledermäuse einfach “umzusiedeln” ist nicht nur unrealistisch (wohin?), sondern birgt auch ein weiteres Problem. Die Nutzung der Quartiere ist ein Ergebnis der jahrzehntelangen (jahrhundertelangen?) Traditionsbildung. Dort wo schon die Mütter und Geschwister ihren Winter verschliefen, kann man später auch die Jungtiere finden. Eine solche Traditionsbildung kann man nicht einfach neu aufleben lassen. Besonders dann nicht, wenn wie im vorliegenden Fall, allabendlich hunderte bis tausende Fledermäuse in bis zu 15 Arten vorkommen. Durch die Stillegung der Steinbrüche sind Biotope aus menschlicher Hand geschaffen worden, wie sie den Fledermäusen in der Eifel sonst nicht zur Verfügung stehen. Wie wichtig dieses Schwarmverhalten tatsächlich für ganze Populationen (aus Eifel, Hunsrück, Westerwald, Mittelrhein, Niederrhein, Luxemburg, Belgien und den Niederlanden) ist, kann im Moment noch nicht abschließend bewertet werden. Ein weiterer Abbau und eine mögliche Umsiedlung können also nicht im Sinne des Naturschutzes sein. Einen Ersatz für jahrhundertelang entstandene Untertagesysteme kann nicht geschaffen werden, allein der Versuch käme einem Todesurteil für die Fledermäuse gleich. Tourismus Die z.Zt. bestehenden Probleme durch Höhlentourismus sind unserer Meinung nach hingegen zu lösen. Im sanften und geführten Tourismus sind gerade Chancen für die Region zu sehen. Das Interesse an Fledermäusen ist inzwischen auch in der Bevölkerung groß geworden. Durch gelenkte Besucherströme und fachkundige Führungen (durch Fledermausspezialisten) ist es möglich, zukünftig Störungen zu minimieren. Dabei können neue Attraktionen geschaffen werden. Denkbar wären z.B. störungsfreie Video-Übertragungen vom Schwarmverhalten aus den Stollen über Tage, oder auch ergänzende Fledermausführungen während der Winterzeit. Der Vulkanpark könnte hiermit eine zusätzliche Attraktion gewinnen. Letzte Änderung: 7.10.2001 |